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Papiersorten und Fachbegriffe

kurz und prägnant erklärt

 

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Rund um die Verpackungspapiere werden eine Reihe von Fachbegriffen benutzt. Leider sind sie nicht immer selbsterklärend. Als kleine Hilfe haben wir für Sie die wichtigsten Begriffe zusammengestellt.

 

Hier kommen Sie gleich zu den Themengebieten:

 

 

Papiersorten

 

 

Packpapier

Packpapier ist der Überbegriff für die einzelnen Papiersorten, die für Verpackungszwecke eingesetzt werden. Oftmals wird mit Packpapier auch das Natronmischpapier bezeichnet.

Füllpapier (Papierpolsterpapier, Knüllpapier, Stopfpapier)

wird vielseitig zum Einschlagen, Einwickeln und Polstern von Produkten und zum  Ausfüllen von Hohlräumen in Versandkartons verwendet. Je nach Anwendungszweck unterscheiden sich die Papiere in der Grammatur, ihrem spezifischen Volumen und der Festigkeit. Es gibt Sorten auf Neustoffbasis als auch Recyclingqualitäten.

Die Papierqualität wird sowohl auf den Anwendungsfall als auf die Verarbeitung abgestimmt (manuell, Handvorrichtung, Papierpolstermaschine).

Besonders bei schweren Packgütern ist eine hohe Festigkeit des Füllpapiers erforderlich. Dies kann bei Recyclingqualitäten durch eine hohe Grammatur oder bei dünnen Papieren durch Rohstoffe auf Neustoffbasis erreicht werden.

Natronkraftpapier (alternativ Kraftpapier oder Kronenpapier)

ist die Papiersorte mit der höchsten Festigkeit. Es besteht zu 100% aus frischen Zellulosefasern ohne Zusatz von Altpapier. Die Papiere sind nicht gefärbt, dadurch behalten sie ihre naturbraune Färbung. Es gibt auch gebleichte Sorten in weiß mit etwas geringerer Festigkeit.

Natronmischpapier (alternativ Natronmisch oder Mischpack)

besteht zu 100% aus Altpapier und erhält dadurch seine braune Farbe. Es ist oftmals eine günstige Alternative zum Natronkraftpapier, auch wenn die Festigkeit etwas vermindert ist. Es wird oft als Packpapier bezeichnet.

Seidenpapier (Hutpack)

heißt jedes Papier mit einer Grammatur unter 30 g/m2. Im normalen Sprachgebrauch versteht man darunter entweder Recyclingseide oder weiße Seide auf Neustoffbasis.

Seidenpapier in weiß besteht zu 100% aus gebleichtem Zellstoff. Es wird eine Mischung aus Sulfitzellstoff und einem kleineren Anteil Sulfatzellstoff verwendet. Das Seidenpapier mit hohem Anteil an Sulfitzellstoff ist im Gegensatz zum Kraftpapier aus 100% Sulfatzellstoff weicher und anschmiegsamer. Es eignet sich wegen des eingesetzten Rohstoffes und seiner geringen Grammatur hervorragend zum Einwickeln von fragilen und zerbrechlichen Gegenständen.

Recyclingseide (auch als Hutpack bezeichnet) besteht zu 100% aus Altpapier und ist an der typischen grauen Farbe leicht erkennbar. Die Festigkeit ist geringer als bei der weiße Qualität, dafür ist das Preisniveau deutlich niedriger. 

Schrenz oder Schrenzpapier

ist eine graue Papiersorte, die aus unsortiertem Altpapier besteht. Es ist die niedrigste Qualitätsstufe der Verpackungspapiere. Da die eingesetzten Rohstoffe nicht spezifiziert sind, kann die Qualität je nach Charge stark schwanken. Deshalb ist Schrenz für Papierpolstersysteme nicht geeignet. 

Umgangssprachlich wird mit Schrenz Verpackungspapier auf Altpapierbasis bezeichnet. Unser Stopfpapier, Knüllpapier und Füllpapier fällt in diese Kategorie, ist aber kein Schrenz im eigentlichen Sinn, da die Papiereigenschaften spezifiziert sind und laufend überprüft werden.

 

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Papiereigenschaften

 

 

 

einseitig glatt (Abk.: egl)

Die Papierbahn wir auf der Papiermaschine an einem großen Glättzylinder getrocknet (sogenannte Yankee- oder Selbstabnahmemaschine). Dadurch erhält es eine glatte, leicht glänzende Seite, die gegenüberliegende Seite ist rau.

Natronkraftpapiere und Seidenpapiere sind typischerweise einseitig glatt.

maschinenglatt (Abk.: mgl)

Beide Seiten der Papierbahn sind ungefähr gleich ausgebildet und rauer als die glatte Seite von einseitg glatten Papieren. Die Glätte kann durch ein Glättwerk in der Papiermaschine beeinflusst werden.

Natronmischpapiere und unsere Stopfpapiere sind typischerweise maschinenglatt.

Leimung

Durch die Zugabe von Chemikalien wird das Saugvermögen des Papiers vermindert. Die Festigkeit wird durch die Leimung kaum beeinflusst.

Da durch die Leimung die Wasseraufnahme verzögert wir, können geleimte Papiere Feuchtigkeitseinflüssen kurzzeitig standhalten. Beispiele für derartige Anwendungsfälle sind Einschlagpapiere für Zeitungsstapel.

Nassfestigkeit

Das Fasergefüge im Papier wird durch Zusatzstoffe imprägniert, so dass die Festigkeitswerte im nassen Zustand wesentlich verbessert werden. Dieses Verhalten ist z.B. bei Blumenseide erwünscht.

Grammatur (richtiger: flächenbezogene Masse)

Gewicht eines Papierbogens mit der Fläche von einem m2.

Rippung

Durch eine strukturierte Walze oder Filz wird die Papierbahn mit längslaufenden Rippen versehen. Die Rippung ist ein rein optisches Merkmal und ein Markenzeichen für Kraftpapiere. Die mechanischen Eigenschaften werden dadurch nicht beeinflusst. Nicht gerippte Papiere bezeichnet man mit 'velin'.

Velin

Im Gegensatz zur Rippung weist die Oberflläche des Papiers keine künstlich aufgebrachte Struktur auf.

 

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Zertifikate

 

 

 

FSC (Abk. für 'Forest Stewardship Council')

Die Rohstoffe für Papier mit FSC Siegel stammen aus Wäldern, die nachhaltig gemäß den Richtlinien des FSC bewirtschaftet werden. Dazu gehört unter anderem die Erhaltung von Wäldern mit hohem Schutzwert,  die Gewährleistung der biologischen Vielfalt und des Landschaftsschutzes.

FSC ist ein weltweit gültiger Standard, der die schonende und nachhaltige Nutzung der Wälder garantiert.

PEFC (Abk. für 'Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes')

ist ein Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldwirtschaft. Ziel ist eine naturnahe Waldbewirtschaftung. Dazu müssen verschiedene Kriterien eingehalten werden, z.B. der Aufbau von standortgerechten Mischbeständen oderdas Verbot von Kahlschlägen.

Zulassung für den Kontakt mit Lebensmitteln

Mit einem ISEGA Zertifikat oder einer gleichwertigen Bescheinigung von einem anerkannten Prüflabor wird bescheinigt, dass die entsprechenden Papiere unbedenklich für Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden können. Durch die Zertifikate wird belegt, dass keine Mineralölprodukte aus dem Papier in die Lebensmittel migrieren.

 

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